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Imran Khan in Berlin erwartet
Am 26.10.2009 wird Imran Khan, pakistanischer Politiker und Cricketspieler, in Berlin erwartet. Zu einem Empfang sind Fans und Interessiert herzlich eingeladen. Die öffentliche Abendveranstaltung ‚Pakistan und der Westen’ findet am 26. Oktober 2009, 19:30 Uhr in der Heinrich-Böll-Stiftung, Beletage, Schumannstr. 8, 10117 Berlin, Tel. 030/28534-0, statt.




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Imran Khan


Photo: AFP

Im Herbst 2007 endete in Pakistan offiziell die Militärherrschaft von Pervez Musharraf. Wahlen im Frühjahr 2008 setzten eine zivile Präsidentschaft ein. Die pakistanische Zivilgesellschaft hatte vor allem durch eine starke, spontane Protestbewegung der Anwälte gegen militärische Justizwillkür gro- ßen Anteil an diesem hoffnungsvollen, demokratischen Neuanfang. Heute, zwei Jahre später, entwi- ckelt sich Pakistan innenpolitisch wieder zunehmend krisenhaft. Die Sicherheitslage bleibt schwierig. Die wirtschaftliche Situation und die Energieversorgung sind fragil. Die aktuelle Weltfinanzkrise trifft Pakistan schwer.
Der unter UN-Schirmherrschaft erfolgte Zusammenschluss verschiedener Nationen zur "Freundesgruppe eines demokratischen Pakistan" (“Friends of Democratic Pakistan”), der neben den USA, Japan und Saudi-Arabien auch Deutschland und die EU angehören, soll Pakistan bei der Bewältigung seiner kritischen Lage beistehen. Pakistans nukleares Potential sowie der offenbar wachsende Einfluss bewaffneter Taliban im Norden des Landes und im Grenzgebiet zu Afghanistan gilt als große Gefahr. Die Freundesgruppe will diese potentielle Gefahr eindämmen: mit der Unterstützung demokratischer Parteien einerseits und der Einbindung Pakistans in ein System regionaler, kollektiver Sicherheiten andererseits. “Friends of Democratic Pakistan” versteht sich als Alternative zu einer rein militärischen Partnerschaft und soll verhindern, dass die internationalen Bemühungen um Pakistan der einseitigen Perspektive des „Kriegs gegen den Terror“ untergeordnet werden.
Wie erfolgreich ist dieses Projekt? Langfristig wirken kann westliche Politik gegenüber Pakistan und der Region nur dann, wenn die komplexen innenpolitischen Konstellationen Pakistans in gesellschaft- lichen, ökonomischen und ideologischen Dimensionen analysiert und begriffen werden. Auch müssen internationale Bemühungen das in weiten Teilen der Bevölkerung tief verwurzelte, historische – und nicht gänzlich unbegründete – Misstrauen gegenüber den Absichten westlicher Politik ernst nehmen.
Vor welchen Herausforderungen steht Pakistan? Welche Kräfte sollten für eine demokratische Entwicklung und Rechtsstaatlichkeit unterstützt werden? Und welche Erwartungen hat Pakistan an die Internationale Gemeinschaft?
Podiumsteilnehmer

    Imran Khan, Vorsitzender der Partei Pakistan Tehreek-e-Insaf, Islamabad
    Ahsan Iqbal, Parlamentsabgeordneter und Generalsekretär der Pakistan Muslim League (Nawaz Sharif), Islamabad
    Athar Minallah, Anwalt am Obersten Gerichtshof, Islamabad - Bushra Gohar, Parlamentsabgeordnete und Vizepräsidentin der Awami National Party, Islamabad
Wir freuen uns Sie in unserem Haus begrüßen können. Bei Rückfragen wenden sie sich bitte an:
Dr. Dr. Talat Mahmood, mahmood@wzb.eu, 0173-6164957 Social Science Research Center Berlin (WZB)

Imran Khan spielte zwischen 1971 und 1992 Test Cricket und war Kapitän seiner Nationalmannschaft, mit der er 1992 auch den ersten Cricket World Cup für Pakistan gewann und so zum pakistanischen Nationalhelden wurde. Khan gehört zusammen mit Garfield Sobers, Ian Botham, Kapil Dev und Richard Hadlee zu den besten All-rounders des Cricket. Er erreichte das „All-rounder's triple“ (3.000 Runs und 300 Wickets) in 75 Tests, die zweitbeste Anzahl nach Botham mit 72.

Nach seiner Profi-Karriere wurde er Politiker und gründete im April 1996 die Partei Pakistan Tehreek-e-Insaf (Pakistanische Bewegung für Gerechtigkeit), deren Vorsitzender er ist. Bei der Wahl 2002 erreichte seine Partei jedoch nur 0,8 Prozent der Stimmen und einen Sitz in der paktistanischen Majlis-e-Shoora. Diesen Sitz nahm Kahn selbst ein und vertrat den Wahlkreis Mianwali von Oktober 2002 bis Oktober 2007 in der pakistanischen Nationalversammlung.
(Quelle: Wikipedia)
 

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erstellt am 18.10.2009



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